Wohnen An den Eichen

24 barrierefreie Wohnungen zwischen 47 und 133 qm sind vorhanden. Jede Wohnung hat eine großzügige Terrasse oder einen Balkon. Zwei der drei Gebäude bilden, verbunden durch Laubengänge eine Einheit; alle drei sind durch die Tiefgarage erreichbar. Dies fördert die Kommunikation unter den Bewohnern. Die beiden begehbaren begrünten Innenhöfe werden im Sommer für Begegnungen oder auch zum Ausruhen genutzt.

Zusätzlich zu den Wohnungen haben wir einen Gemeinschaftsraum, unser „Café Franz“, das für die unterschiedlichsten Gelegenheiten genutzt wird. Dies beginnt mit den regelmäßigen Mitgliederversammlungen, darüber hinaus beim gemeinsamen Zusammensein bei Kaffee und Kuchen. Oder man trifft sich zu Doppelkopf- oder Filmabenden bzw. zu Fremdsprachen- und Feldenkrais-Kursen. Außerdem gibt es ein Gästeappartment, welches regelmäßig in Anspruch genommen wird.

Das gesamte Objekt mit seiner modernen Haustechnik entspricht der Effizienzklasse KFW 70. Dafür sorgt zum einen die Erdwärmeheizung und zum anderen sind alle Wohnungen mit einer dezentralen Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet.

In unmittelbarer Umgebung sind Einkaufsgelegenheiten für den täglichen Bedarf zu erreichen, u.a zwei Lebensmittelmärkte, eine Bäckerei, eine Apotheke, eine Drogerie und auch eine Postannahmestelle. Verschiedene Ärzte komplettieren das Angebot. Ganz in der Nähe ist eine Bushaltestelle, von wo aus man bequem das Zentrum von Münster und Hiltrup erreichen kann.

Stadtnah und doch fast im Grünen erreicht man über Fuß- und Radwege den naheliegenden Wald. Oder man kann mit dem Fahrrad dem nahe gelegenen Kanal entlang zum Naherholungsgebiet Hiltruper See/Hohe Ward radeln.

Hiltrup, die Hügelsiedlung

Ortsnamen sind spannende Geschichtsquellen, denn sie geben einen Einblick in die Zeit ihrer Entstehung. Der Historiker Dr. Christof Spannhoff macht sich in dieser Artikelserie auf die Suche nach den Ursprüngen der zahlreichen Ortsnamen im heutigen Stadtgebiet von Münster und kommt dabei zu interessanten Ergebnissen für die Stadtgeschichte.

Hiltrup ist mit über 25.000 Einwohnern heute der größte Stadtteil Münsters, der 1975 im Rahmen der kommunalen Neugliederung eingemeindet wurde. Doch woher kommt eigentlich der Ortsname? Erstmals erwähnt wird er in einer zwischen 1218 und 1226 ausgestellten Urkunde. Damals werden die ritterlichen Brüder „Bernhardus et Willibrandus de Hiltorpe“ genannt. 1233 ist von einer Kirche (ecclesia) „in Hiltorpe“ und 1242 vom Kirchspiel bzw. von der Pfarrei (parrochia) „Hilthorpe“ die Rede. Der zweite Teil des Namens ist recht einfach zu erklären. Es handelt sich um altniederdeutsch thorp, mittelniederdeutsch dorp, das mit Dorf, Siedlung übersetzt werden kann. Allerdings ist zu beachten, dass im mittelalterlichen Westfalen mit Dorf nicht nur ein Kirchdorf bezeichnet wurde, sondern jede ländliche Siedlung gemeint sein konnte: vom Einzelhof über eine Bauerschaft bis hin zum geschlossenen Ort, wie wir das Wort heute verstehen. Im Falle Hiltrups hat sich aus altniederdeutsch thorp die in der Regionhäufig anzutreffende Variante trup mit Vertauschung bzw. Sprung des Konsonanten r (Metathese) entwickelt.

Alte Clemenskirche Hiltrup

Doch was steckt im ersten Teil des Namens? Der münsterische Domkapitular Adolph Tibus (1817-1894), der sich mit den Ortsnamen des Münsterlandes beschäftigt hat, meinte, im ersten Teil einen alten Rufnamen erkennen zu können. Er übersetzte Hiltrup als ‚Dorf des Hildi’ und stellte diesen Rufnamen als Kurzform zum Vollnamen Hildiger. Doch hätte der Ortsname in diesem Fall nicht Hiltrup, sondern *Hildistrup o.ä. gelautet (* bezeichnet eine geschlossene Form), was aber historischen Formen widerspricht. Vielmehr ist im Ortsnamen Hiltrup ein Begriff anzusetzen, den es noch im Englischen gibt: hill ‚Hügel’. Da dieses Wort bereits im Altenglischen in der Form „hyll“ nachgewiesen werden kann, ist  anzunehmen, dass es auch in dem sprachlich sehr nah verwandten Altniederdeutsch ebenfalls einen Begriff *hilli mit der Bedeutung ‚Hügel, Abhang’ gegeben hat. Vom Essener Germanisten und Namensforscher Paul Derks wird das Wort ferner in den Ortsnamen Kirchhellen bei Bottrop (1147 „Kirchhelle“, 1160 „Hillen“) und Hillen bei Recklinghausen (11. Jahrhundert „in Hilinon“, Mitte 12. Jahrhundert „in Hillen“) angesetzt. Vermutlich gehört auch Hilbeck (heute ein Ortsteil von Werl) dazu. Dieser Begriff dürfte zudem in der Bezeichnung für den niedrigen, schräg mit dem seitlichen Dach abgedeckten Bodenraum in den Niederdeutschen Hallenhäusern enthalten sein, der über den Kuh- und Pferdeställen lag: die Hille oder Hiäle. Dieser Bodenraum erhielt seinen Namen somit von der Schräge des Daches, die mit einem Abhang verglichen wurde. Dieser niedrige Dachraum diente früher als Lagerraum für Stroh, Holz, Torf und andere Dinge, wurde aber wegen der nach oben steigenden Wärme desdarunter aufgestallten Viehs auch als Schlafplatz für Knechte und Mägde genutzt. Im münsterischen Mühlenhof Freilichtmuseum kann man sich solche Hillen oder Hiälen noch anschauen. Der Ortsname Hiltrup ist also als ‚Hügelsiedlung’ zu erklären. Als Benennungsgrund wird die Lage Hiltrups auf dem sogenannten Uppenberger Geestrücken angenommen, einen Teil des Münsterländer Kiessandzuges, der sich durch das heutige Stadtgebiet von Münster zieht. Auf dessen südlichen Ausläufer liegt Hiltrup.

Hiltruper Pfarrhof

Wie oben bereits erwähnt wurde, stammt der älteste schriftliche Nachweis des Ortsnamens Hiltrup aus der Zeit zwischen 1218 und 1226. Leider lässt sich die Abfassung des Dokuments, das nur in einer um 1400 gefertigten Abschrift überliefert ist, zeitlich nicht genauer datieren. In dieser Urkunde, in der auch Bernhard und Willibrand von „Hiltorpe“ als Zeugen genannt werden, geht es darum, dass der Probst des Kollegiatstifts Alter Dom einen Johannes von Rodenberge wieder in das Gut und Amt in Bocholt (Welbergen) einsetzte. Diese Besitzrechte hatte Johannes wegen Nichteinhaltung eines zu Zeiten Bischof Ottos (1203 – 1218) geschlossenen Vertrags verloren. Johannes versprach nun, zukünftig seinen Verpflichtungen nachkommen zu wollen. Der münsterische Bischof Dietrich III. (1218 – 1226) bestätigte diesen Vorgang. Nur deswegen lässt sich die Urkunde überhaupt in die Amtszeit dieses Bischofs zeitlich einordnen. Ein genaues „Jubiläum“ für die Ersterwähnung des Ortsnamens Hiltrup kann daher nicht angegeben werden. Gesichert könnte man es 2026 feiern, weil dann die erste Nennung des Ortsnamens auf jeden Fall 800 Jahre her ist. Allerdings ist der Ortsname Hiltrup ohnehin älter. Denn es handelt sich bei dem besagten Schriftstück nicht um eine „Gründungsurkunde“, sondern Hiltrups Ersterwähnung ist Zufall der historischen Überlieferung. Der Name und der mit diesem benannte Ort bestanden bereits vor 1218. Das zeigt schon die Alte Clemenskirche, die auf Grund und Boden des benachbarten Hofes Schulte-Hiltrup gegründet wurde und deren romanisches Langhaus aus der Mitte des 12. Jahrhunderts stammt. Der Schultenhof dürfte eine noch längere Geschichte auf weisen. Hier saßen vermutlich die Ritter von Hiltrup, bevor sie um 1200 Haus Hiltrup errichteten, den Schultenhof verließen und ihn mit einem Wirtschafter besetzten.

Quelle: Städtegeschichte Dr. Christof Spannhoff

aus Draußen! 04/18

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Es kann sein, dass sich mehrere Interessenten auf eine freie Wohnung bewerben. Im Augenblick diskutieren wir über den Entwurf eines Kriterienkatalogs, der es uns erleichtern soll, die „richtigen“ neuen Mitbewohner zu bestimmen. Zur Entscheidungsvorbereitung wird einer kleine Mitgliedergruppe mit Ihnen Kontakt aufnehmen, bevor der Vorstand die endgültige Entscheidung trifft, wer in die freie Wohnung einziehen wird. Für Sie wie für uns ist es wichtig, dass von Ihrer Bewerbung bis zur Entscheidung bei allen Kontakten und Gesprächen gegenseitig für Offenheit und Transparenz gesorgt wird.

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